Prägung
Prägen bedeutet, dass Papier mit einer Art Stempel verformt wird. Die Prägeform wird unter Druck in das Papier gepresst, so dass ein Abdruck entsteht. Man unterscheidet hierbei zwischen:
- Planprägung
– Reliefprägung
– Heißfolienprägung.
Bei der Planprägung wird in der Regel nur ein flacher Prägestempel benötigt. Das Ergebnis: Die geprägte Form ist leicht vertieft und nur schemenhaft auf der Rückseite erkennbar. Zusätzlich kann eine Folie zur Einfärbung der Prägung eingesetzt werden. Dies ist die Grundform des Prägefoliendruckverfahrens. Beim Prägefoliendruck entsteht je nach Dicke und Verformbarkeit des Bedruckstoffs und dem erforderlichen Anpressdruck eine mehr oder weniger starke Einprägung der Prägefolienschicht, die auch bewusst gesteigert werden kann, so dass eine deutliche Tiefprägung entsteht.
Bei der Reliefprägung wird zusätzlich zum Prägestempel (Matrize) außerdem eine Gegenform (Patrize) eingesetzt. Das Ergebnis: Die geprägte Form ist erhaben und bildet auf der Rückseite ein Negativbild durch die Form der Patrize. Diese Prägung kann, je nach Ausarbeitung der Prägeformen, 2- oder 3-dimensional wirken.
Setzt man im Prägevorgang zusätzlich eine Prägefolie ein, spricht man vom Prägefoliendruck mit Relief. Wird nur durch die Prägung, also ohne Unterstützung einer Heißfolie, gearbeitet, spricht man von einer Blindprägung.
