Ungestrichenes Papier
Auf ungestrichenes Papier wird keine Streichmasse aufgetragen wie beim gestrichenen Papier. Anders gesagt, die Oberfläche wird nicht geschlossen. Hier zieht die Druckfarbe in den Bedruckstoff ein und verliert dadurch
an Leuchtkraft. Dadurch werden Farben auf ungestrichenem Papier auch anders dargestellt als auf gestrichenem Papier. Schon alleine die 4 Grundfarben sehen auf ungestrichenem Papier anders aus.
Ungestrichenes Papier bietet dabei aber andere Vorteile: Bei der Weiterverarbeitung, wie Falzen oder Rillen, kann kein Strichbruch auftreten, es kann laser- und inkjettauglich sein und besitzt verschiedenste, gut zu verarbeitende
Oberflächen. Außerdem ist die Haptik oft sehr ansprechend, was den Einsatz bei Imagebroschüren befürwortet.
Um die Druckqualität zu steigern, gibt es aber auch hier Möglichkeiten, die Oberfläche “geschlossener” oder “glatter” zu machen. Zum Beispiel kann man das Papier satinieren oder mit einer Oberflächenleimung in gewisser Weise versiegeln/imprägnieren.
Ungestrichene Papiere nennt man Offsetpapiere oder auch Feinstpapiere. Bei Feinstpapieren kann es sich aber in sehr seltenen Fällen auch um gestrichene Papiere handeln.
