Graubalance
Die Graubalance bezeichnet das gleichgewichtige Verhältnis der Prozessfarben. Das menschliche Auge kann bei der visuellen Beurteilung im neutralen Bereich Farbabweichungen am besten erkennen. Deshalb gelten neutrale Töne als Indikator für die Farbbalance im Bild. Stimmt nämlich die Graubalance, dann stimmt auch das Verhältnis der Farben in den Buntfarbtönen.

Die Graubalance ist z. B. in folgenden Bereichen von Bedeutung:
– beim Scannen und in der Bildbearbeitung für die Festlegung der neutralen Töne (Farbstichausgleich)
– als Kontrollfelder im Druckkontrollstreifen während der Druckabnahme.
Bei Bildmotiven mit viel Grauanteil empfiehlt es sich, den Farbaufbau mit wenig Farbe und relativ viel Schwarz umzusetzen. Dadurch stellt man sicher, dass bei Farbschwankungen im Fortdruck das Bildmotiv nicht sofort reagiert und einen Farbstich bekommt. Dies nennt man dann reduzierten Farbaufbau oder Unbuntaufbau.
