Lichtechtheit von Druckfarben

Verfasst von Marc Röder in Neuigkeiten am 03.05.2011

Wer kennt das nicht: Vor ein paar Wochen ein Poster an die Wand gehängt und plötzlich sieht der gesunde braune Hautton eher kränklich und blass aus. Was ist passiert? Durch die Sonneneinstrahlung hat sich das Gelb im Hautton verabschiedet. Dieses Phänomen sieht man sehr oft auch an Außen-Plakaten, Postern oder Displays im Schaufensterbereich. Auf unserer Plakatwand mit den unterschiedlichen Wahlplakaten sind die Unterschiede auch ganz deutlich zu erkennen.

Der Grund für die farbliche Veränderung liegt in der Beschaffenheit der Druckfarbe. Und in der Widerstandsfähigkeit gegen die Einwirkung des Lichts, ohne direkten Einfluß von Witterung. Grundsätzlich kann man sagen, daß je heller die Farbe, desto geringer ist die Lichtechtheit, welche in der “8-stufigen Woll-Skala” definiert wird. 1 bedeutet hier sehr geringe Lichtechtheit, 8 hervorragend.
Bei einer hellen Sonderfarbe, einem hellen Beige etwa, ist der Anteil von Farbpigmenten zum Bindemittel beispielsweise gering. Bei einer dunklen Farbe wie Dunkelblau verhält es sich umgekehrt. Durch einen höheren Farbschichtauftrag, speziell im Siebdruckverfahren, kann die Lichtechtheit verbessert werden. Aber auch durch den Einsatz von hochwertigeren Pigmenten. Beim Skalendruck CMYK kann mit besseren, für den Ausseneinsatz geeigneten, UV-stabileren Druckfarben ein deutlich besseres Ergebnis erzielt werden. Bei unseren Wahlplakaten sind die Grünen, die FDP und die  Linken eher blass. Die beiden großen Parteien, CDU und SPD, haben hier sicherlich deutlich mehr in den Druck investiert als die Konkurrenz. Oberflächenveredlungen, wie z.B. Kaschierungen und UV-Lackierungen, führen nicht zu einer wesentlichen Verbesserung der Lichtechtheit. Zu Bedenken ist auch, daß der Druckträger, meist Papier oder Karton, einer Vergilbung durch Licht unterliegt.  Aber diesem weiteren, wichtiges Thema widmen wir uns in einem späteren Beitrag.





atio_kalender 2010

Verfasst von Annette Siegle in Projekte am 27.01.2010

Reduzierte, pure Fotografie produziert auf ungestrichenem Papier mit minimalistischer Aufhängung.

atio_leistung: Konzeption, Reinzeichnung, Produktionsabwicklung

Druck: Offsetdruck

Bedruckstoff: PlanoArt 170 g/qm
Weiterverarbeitung: Bogen mit je 2 Monaten mittig gefalzt, Klemmschiene und Kordel dienen zur Aufhängung
Auflage: 1.300 Stück


Über- und Unterfüllung

Verfasst von Annette Siegle in Lexikon am 30.01.2010

Da es im Druck nie eine 100%ige Passergenauigkeit gibt, empfielt es sich, Texte und Flächen, die wiederum an andere Farbfelder grenzen oder auf Farbflächen stehen zu über- oder unterfüllen. Hierbei handelt es sich um eine einfache Überlappung beider oder mehrerer Farben. Hiermit kann man Blitzern aus dem Weg gehen.

Eine Grundregel ist, dass immer die hellere Farbe überlappt. Würde die dunklere Farbe überlappen, erscheine die Schrift automatisch dicker.

Je nach Druckverfahren und Material empfiehlt es sich mehr oder weniger Über- oder Unterfüllung einzustellen.